Februar 18, 2026

Italien-Tour: Zwischen Dauerregen in Cremona und dem „Haifischbecken“ Franciacorta

Der Kaltstart: Regen-Taufe in Cremona

Die Reise begann am Freitag, den 13. Februar – doch ein schlechtes Omen war das nicht, eher eine harte Schule. Am Samstag empfing uns der Cremona Circuit mit Dauerregen. Neue Strecke, neue Regenreifen und extrem rutschige Bedingungen: Eine echte Herausforderung, die Vincent wortwörtlich abseits der Piste kennenlernte.

Während das Team (Anna und ich) im Dauereinsatz beim Putzen des Karts war, biss Vincent sich durch. Von Session zu Session wurde er sicherer. Ein echtes Highlight: Das Training mit den Profis Charlotte Tille und Carlos Nees. Von den Besten lernen – das war das Motto des Tages.

Side-Fact: Motivation holten wir uns nachts im Livestream beim 12h-Rennen von Bathurst, um unseren Teamchefs Max Hesse und Dan Harper im BMW M4 GT3 für das Team KRC die Daumen zu drücken!

Wetterumschwung und Linienwahl

Am Sonntag zeigte sich Italien versöhnlich. Nach einem nassen Start trocknete die Strecke ab, und wir wechselten auf Slicks (Vega Grün). Für Vincent eine steile Lernkurve: Die Ideallinie bei Nässe ist eine völlig andere als im Trockenen. Durch das intensive 15-Minuten-Intervalltraining mit anschließendem Debriefing konnte Vincent alle Team-Zielvorgaben meistern.

 

Franciacorta: Training mit der Weltelite

Am Montag erreichten wir das legendäre Franciacorta – ein echtes „Haifischbecken“. Wenn man mit Europa- und Weltmeistern auf der Strecke steht, weht ein anderer Wind. Bei strahlendem Sonnenschein und 15°C standen 9 intensive Slots auf dem Plan.

Mental Game: In der vorletzten Session forderten die physischen Kräfte ihren Tribut. Ein Fahrfehler, Abflug ins Aus, Frust pur. Doch genau hier zeigte sich Vincents Stärke: Nach einem tiefgehenden Debriefing mit den Coaches ging er ohne Zeitdruck noch einmal raus, um den Kopf frei zu bekommen. Das Ergebnis? Ein versöhnlicher Abschluss mit seiner zweitbesten Tageszeit!

Das Finale: 1,5 Sekunden Steigerung

Der Dienstag setzte dem Trip die Krone auf. Bei bestem Frühlingswetter und einem frischen Satz Reifen pulverisierte Vincent seine persönliche Bestzeit um fast 1,5 Sekunden. Gegen Profis aus aller Welt zu bestehen, gibt den nötigen Push für die kommende Saison.

Fazit & Ausblick

Vier Tage Italien am Stück waren physisch und mental fordernd, aber essenziell für die Fahrpraxis. Da der Schnee in Wackersdorf uns am darauffolgenden Wochenende eine Zwangspause bescherte, konnten wir die Akkus aufladen.

Nächster Halt: Lonato, Italien! Während in Franciacorta „nur“ die Haie warteten, kommen in Lonato noch die Piranhas dazu! Die Vorbereitungen laufen.

Bis bald,

Vincent, Anna & Ronny

Stiffel Racing